In den letzten Wochen habe ich an mir selbst ganz extrem gemerkt, wie mein Körper in den Winterschlaf-Modus überwechselt. Ich bin total schlapp, komm nicht mehr richtig auf die Beine und schleiche an Tagen, an denen es nicht richtig hell wird, nur so rum, bis ich abends wieder ins Bett falle. Und ich muss sagen: ich bin empört über mich selbst! Die Herbst-/Winter-Monate sind schließlich meine liebste Zeit im Jahr, die will ich bestimmt nicht im Halbschlaf verdaddeln! Also trete ich mir jetzt selbst in den Hintern, und sehe zu, dass ich mir ein bisschen Kondition aufbaue.

Kondition für Dummies

Laufen ist ein toller Ausgleich für einen stressigen Alltag. Das hab ich zum ersten Mal gemerkt, als ich Abi gemacht habe. Da hab ich fast jeden Tag abends eine Waldrunde gedreht, wodurch ich echt (so) tiefenentspannt (wie möglich) durch die Prüfungen gekommen bin. Danach habe ich es mit dem Laufen ein bisschen schleifen lassen, es aber wieder aufgenommen, als ich ein Semester in Irland war. Da sind meine Freundin Sophie und ich jeden Tag laufen gegangen, weil es in Limerick sonst nichts zu tun gab. 😀 Und dann hat mein Laufleben vor etwa einem Jahr nochmal einen Aufschwung erfahren, als ich für den Tough Run trainiert, und ihn dann auch als Survivor abgeschlossen habe (da musste bereits ein Paar Laufschuhe dran glauben 😀 ).

Ich fasse zusammen: als Motivation zum Laufen funktionierte bisher für mich Stressabbau, Beschäftigungsmangel und Überlebenswille (oder zumindest der Wille zur Vermeidung einer öffentlichen Demütigung) 😀

Momentan bin ich mit meinem Studiumsabschluss bestimmt nicht unterbeschäftigt, und es naht auch keine lebens- oder rufgefährdende Situation. Aber einen funktionierenden Ausgleich für Stress brauche ich ganz dringend, und irgendwas, was mich aus meinem Oktober-Valium-Schlaf rausholt! 

Huhn Chicken Laufen Kondition

Dieses Huhn hat mehr Kondition als ich. Habe es beobachtet.

Das ist der Plan

♥ Regelmäßigkeit ♥

So wichtig, wenn man die Kondition irgendwie steigern will! Deswegen ist mein Plan:

drei Mal die Woche laufen gehen!                     ich bereue es jetzt schon

Erstens: nichts geht von heute auf morgen. Bei meinen trägen Glieder schon mal gar nicht. Also Sisyphos-mäßig mich selbst immer wieder durch den Wald rollen, um dann un-sisyphos-mäßig die Fortschritte zu spüren! Denn die kommen, das weiß ich glücklicherweise noch von früheren Laufzeiten. Manchmal dauert es ein bisschen, und oft genug muss man sich zwischendurch zwingen, erst recht bei schlechtem Wetter. Das bringt mich zu zweitens: eine Regelmäßigkeit in der Art wie „ich gehe drei Mal die Woche laufen“ ist ein guter Plan, der für mich deutlich angenehmer ist als „ich gehe Montag, Mittwoch, Samstag laufen“. Ich weiß, viele Ratgeber empfehlen feste Tage. Aber das bringt nichts, wenn man einen Arbeitsplan hat, der nicht regelmäßig ist. Außerdem bin ich der Meinung, dass man ab einem gewissen Punkt sich selbst auch zugestehen muss, einfach mal keinen Bock zu haben. Klar, ich muss und will mich in dieser Sache auf jeden Fall ein bisschen pushen. Aber bevor ich rage-quitte, weil ich mich zufällig immer an den festgelegten Tagen außer Stande sehe, sag ich lieber einfach „drei mal die Woche!“.

Ein realistisches Ziel ♥

In den nächsten vier Wochen werde ich mich also selbst dazu zwingen, drei mal die Woche laufen zu gehen, um Kondition aufzubauen. Als konkretes Ziel peile ich an, eine bestimmte Strecke nach diesen vier Wochen durchlaufen zu können. Bei der Streckenwahl ist es wichtig, sich was rauszusuchen, was in vier Wochen zu schaffen ist, um weder zwischendurch noch am Ende frustriert zu sein (was momentan gefühlt schon bei 20 Metern passieren würde 😀 ). Die Strecke, die ich mir ausgesucht habe, ist also nicht übertrieben lang, aber auf jeden Fall so lang (und so hügelig), dass ich aktuell drei Mal ohnmächtig werden würde. 

Strecke Laufen Running Kondition

Der Anfang meiner Strecke. Mehr dazu bald!

♥ Abwechslung und Fortschrittskontrolle ♥

In den vier Wochen werde ich bestimmt nicht immer wieder die gleiche Strecke laufen, das wäre ja langweilig. Aber: immer am dritten Lauftag werde ich mich auf die Zielstrecke quälen, um dort zu schauen, wie ich klarkomme und ob ich in Sachen Kondition Fortschritte gemacht habe. Und dabei nicht vergessen: wie gut es klappt, ist neben der aufgebauten Kondition auch tagesformabhängig.

Eine tolle Motivation liefern auch Laufpartner. In Irland haben Sophie und ich uns jeden Tag während unserer Läufe gegenseitig vollgejammert, wie anstrengend es gerade ist, was wirklich motivierend war. Geteilte Qual ist halbe Qual!

Einfach loslaufen!

Mh, genau. Bei weitem der wertvollste und am einfachsten umzusetzende Tipp, den ich im Web gefunden habe. 😀 Ich hab leider noch nicht mal richtige Schuhe, weil ich die vor ein paar Monaten alle mal ausgemistet habe (ohne Schuhe als Mahnmal im Schrank hab ich mich auch nicht zum Laufen verpflichtet gefühlt :3 ). Erster Schritt also: Laufschuhe kaufen! (Nike Free sind -für mich- echt nur eine Notlösung.) Und dann aber direkt Schritt zwei: Einfach loslaufen 😀 Am besten direkt im Geschäft.

Laufen Kondition Schuhe Nike

Nike free – super bequem und gut für normales Training, aber zum Laufen brauch ich was anderes

Ich bin nicht unbedingt ein Mensch, der langen Atem hat (weder wörtlich noch metaphorisch). Mir fällt es eher schwer, langfristig irgendetwas zu tun, um so in der Zukunft irgendein Ziel zu erreichen. Der Plan ist also vor allen anderen Zielen, es irgendwie zu schaffen, dass mir Laufen wieder Spaß macht!

Wer Lust hat, kann sich selbst eine Zielstrecke überlegen und mitlaufen! 🙂

Life is yours

 

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