DIY

oder

Hilfe, es ist bald Weihnachten und in meinem Geldbeutel wohnt eine Fusselfamilie

Jeder kennt das bestimmt irgendwie. Im September (weil da einfach alle Menschen auf der Welt Geburtstag haben) und an Weihnachten ist irgendwie nicht so viel los im Geldbeutel. Vielleicht einigt man sich vorher mit der Familie, sich „dieses Jahr aber nun wirklich mal nur was kleines zu schenken“ und fährt an Heiligabend dann doch wieder mit dem Gabelstapler vor. Wahlweise, weil man einfach ein Schenk-Enthusiast ist, oder weil jedes Jahr liebe Menschen dazukommen, denen man etwas in die Hand drücken möchte.

Ist man nun leider nicht mit Michelangelos Händen oder sonstigen musischen Begabung gesegnet, sieht es mit DIY Geschenken oder Darbietungen erst mal mau aus. (An dieser Stelle vielen Dank an meine Familie, dass ihr viele Jahre mein Flötenspiel mit märtyrerischer Begeisterung ertragen habt.)

Hier kommt die gute Nachricht: Ich bin sicher nicht begabter als der Durchschnitt (das ist noch nicht die gute Nachricht), und ich habe mich dennoch an einem DIY Projekt versucht – mit Erfolg! Dann schafft ihr das auch, wenn ihr wollt!

 

To-do-Listen braucht irgendwie jeder

Ich liebe alles, was mit Papier zu tun hat. Ich bin auch ein Listenmensch. Listen und Notizen sind praktisch, denn man muss sie nicht aufladen oder vor extremen Temperaturen schützen. Listen funktionieren fast immer. Und wenn sie dann auch noch schön aussehen, kann man sie sich auch mal an die Wand hängen! Oder eben verschenken.

Das coole an DIY Geschenken ist, dass die beschenkte Person das in dieser Form sicher noch nicht haben wird. Denn es ist von euch gemacht. Ihr habt euch hingesetzt und rumgebastelt und Zeit investiert. Das macht DIY Geschenke zu wirklich wertvollen Geschenken, egal, was das Material dafür gekostet hat.

Ich zeige euch heute, wie ich mit ziemlich wenig Zeug eine Mischung aus Wochenkalender und to-do-Liste zusammengebaut habe. Ich schwöre, es ist nicht besonders schwer!

 

So funktioniert der Spaß

Das braucht ihr:

ist nicht viel!

einen Bilderrahmen

Karton

Filzstifte

diesen bunten Verzierklebstreifen, dessen richtigen Namen ich mir nicht merken kann

coole Haftnotizen

Schmierpapier, Lineal, Bleistift

 

Als Filzstifte habe ich mir zwei artist pens von Faber-Castell in schwarz und einem taubenblau gekauft. Diese Stifte haben eine Spitze wie ein Pinsel und schreiben somit wahlweise dünn oder dicker. Ich bin sicher, dass man sich mit der nötigen Begabung auch kalligraphisch austoben könnte. Not me. 😀

Diese Haftnotizen waren ein echter Glücksfund für mich! Abgesehen davon, dass sie nicht wirklich gut haften, finde ich sie perfekt! Gruselige Tiere in schwarz. Einfach super.

Ok, und los!

 

Schritt 1

Auf Schmierpapier hab ich verschiedene Layouts und Verzierungen ausprobiert. Pinterest war mir dabei eine große Inspiration! So kann man gleich sehen, wie viel eigentlich auf das ausgewählte Format draufpasst und in welcher Anordnung es am besten aussieht.

Ein großer Künstler war hier am Werk. Erkennt man am Kaffee.

 

 

Schritt 2

Steht das Layout, kann man sachte anfangen, das ganze mit Bleistift auf den Karton zu übertragen. Auch da hilft es, mit den Haftnotizen rumzuprobieren. Als erstes habe ich dafür den Karton schon mal in den Rahmen gesteckt, damit ich nicht aus Versehen Bereiche bemale, die später gar nicht zu sehen sind. Dann habe ich mit dem Lineal eine Art Passepartout ausgemessen und eingezeichnet, und schließlich, nachdem die Haftnotizen in ihrer Position gepasst haben, ihre Abstände zueinander angeglichen. Ok, alles irgendwie eher mit Augenmaß, als mit Lineal. Aber es lag ein Lineal auf dem Schreibtisch!

Den Klebstreifen kann man auch gut als Trennlinie benutzen, weil er sich in der Regel gut wieder ablösen lässt.

 

Schritt 3

Der große Moment. Wie früher in der Grundschule. Alles, was mit Bleistift vorgemalt ist, wird jetzt mit dem Filzstift nachgezogen. Das ist ein unumkehrbarer Schritt! Von hier an gibt es kein Zurück mehr.

Also los. Überschrift, Kästchen und was ihr euch sonst noch so überlegt habt, nachziehen. Leider fangen meine Hände immer dann an zu zittern, wenn es darauf ankommt. (Gut, dass ich kein Chirurg bin!) Deswegen sieht es bei mir ein bisschen krakelig aus. Sieht man aber von weitem nicht. 😀

 

Schritt 4

Jetzt rahmt ihr den Karton nochmal richtig mit Glas davor und allem – und fertig! Die Haftnotizen werden dann von außen auf das Glas geklebt, da halten sie nämlich viel besser und man macht nichts kaputt, wenn man sie wieder abzieht!

Et voilà –

 

Ein DIY Geschenk in vier Schritten! Man muss es ja nicht genau so machen, wie ich. So was käme bestimmt auch gut mit ein paar Fotos mittendrin, oder nur als Einkaufsliste oder Urlaubsplaner oder Komplimentmacher!
Wenn ihr was kreiert, ladet doch ein Foto bei Instagram hoch und lasst es mich wissen! Würde mich interessieren, wie eure Ideen aussehen!

Viel Spaß beim Verschenken! 🙂

 

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