Wenn man Kondition aufbauen will, ist ein erster wichtiger Schritt, sich eine realistische Laufstrecke zu suchen. Steigt man direkt mit hardcore Trailrunning oder einer Strecke mit 70% Steigung ein, ist man möglicherweise schnell frustriert 😀 Was eine Laufstrecke zu einer angemessenen Anfänger-Herausforderung macht, erfahrt ihr hier!

Die Laufstrecke als Motivation

Bei der Wahl der Laufstrecke spielen meiner Meinung zwei Aspekte eine Rolle: Der Anspruch an den Läufer und das, was die Strecke an optischen Reizen zu bieten hat. Eine Laufstrecke, die mich perfekt fordert, aber über Kilometer nur an einer Betonwand entlangführt, motiviert mich wohl eher weniger zum regelmäßigen Laufen. 

Laufstrecke Herbst Laufen Kondition

Laufen durch einen Herbstwald – es gibt wenig schöneres <3

Eine Laufstrecke ist im Idealfall so interessant, abwechslungsreich oder einfach schön, dass mich das, was ich während eines Laufs zu sehen bekomme, von der Qual ablenkt. 😀 (ich sollte Wörter wie „Qual“ im Zusammenhang mit Laufen aus psychologischer Sicht wohl besser vermeiden.)

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber zumindest in der Phase, in der ich Kondition aufbaue, bin ich so auf meine Atmung konzentriert und darauf, nicht zu stolpern, dass ich mich nicht noch groß mit meiner Strecke auseinandersetzen kann. Ich finde es zum Beispiel total furchtbar, eine Strecke zu laufen, die ich nicht kenne. Wichtig für mich sind Wegpunkte, anhand derer ich mir die Laufstrecke gedanklich einteile. Ich laufe dann nicht von Anfang bis Ende, sondern ab hier zur Brücke, ab der Brücke zum Schild, ab dem Schild zur Schleuse. Das macht es mir gedanklich einfacher, durchzuhalten

Typen von Laufstrecken

Zwei Arten von Laufstrecken sind meine optischen Favoriten: komplette Laufstrecken im Grünen oder semi-urbane Strecken, beispielsweise durch Wohngebiete. Ursprünglich hatte ich geplant, für die Kondition-Challenge eine Route durch Wald und Felder auszuwählen, aber da brauche ich leider an Regentagen ein Paddelboot. Also ist es jetzt doch eine Asphalt-Strecke entlang des Flusses geworden (manche Ansässige werden die Strecke sicher erkennen 🙂 ).

Laufstrecke Laufen Kondition

ich liebe alte Bäume, besonders im Herbst

Die Waldstrecke wäre ein Rundweg gewesen. Der Vorteil an Rundwegen ist, dass man keinen Weg zwei mal läuft, sondern genau eine Strecke hat. Zudem ist Waldboden ein bisschen gelenkschonender.

Die 7 Kilometer lange Laufstrecke am Fluss entlang ist ein Hin-und-her-Weg, ich laufe also die Hälfte der Strecke in die eine Richtung, drehe dann um und laufe den gleichen Weg zurück. Klingt zunächst irgendwie doof, aber dadurch habe ich einerseits einen ganz klaren Punkt, an dem die Hälfte geschafft ist; zudem gewährleistet der Uferpfad eine Laufstrecke ohne (erwähnenswerte) Steigung. Ein weiterer Vorteil der Ufer-Laufstrecke sind die Brückengeländer oder Bänke, die sich super zum Dehnen eignen. 

Laufstrecke Laufen Kondition Challenge

Wenn ich anderen Läufern begegne, gebe ich mir immer besonders Mühe, Contenance zu wahren 😀

Die Laufstrecke kennen und lieben lernen

Wenn man eine Laufstrecke gefunden hat, lernt man diese im Verlauf vieler Läufe immer besser kennen, setzt seine Wegpunkte (wenn man es so macht wie ich) und lernt Aspekte besonders zu schätzen oder zu hassen. 😀 Am wichtigsten ist aber: Man gewöhnt sich an die Laufstrecke und an die Anstrengungen, die mit ihr verbunden sind. Das ist wichtig, da man weiß, was einen erwartet, wenn man losläuft. Gleichzeitig macht diese Vertrautheit mit einer Strecke nach einer Zeit neugierig auf andere Strecken mit anderen Herausforderungen. Auf diese Weise kann man sich zum Beispiel die Stadt, in der man wohnt, neu „erlaufen“ und so neu kennen lernen!

Was mögt ihr an euren Laufstrecken? Habt ihr eine oder mehrere feste Wege?
Lasst es mich wissen und viel Spaß beim Rumlaufen! 🙂

 

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